Caritas aktuell
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OGATA- Mitarbeiter im „Lampenfieber“

Die Germanistikwissenschaftlerinnen der Uni Essen: Frau Professor Roll und Frau Dr. Moraitis erläutern die Sprachförderung im Projekt und ihre weitere Begleitung über drei Jahre. Foto: Günther Blaszczyk

Seit Januar fiebern die Mitarbeiter unserer drei Offenen Ganztagschulen dem „Lampenfieber“-Projekt entgegen. Nach einem halben Jahr begann die Vorbereitung der Kick-off-Veranstaltung für den theaterpädagogischen Teil des dreijährigen Projektes. Die Neugierde, wie das bis dahin nur theoretisch bekannte Konzept praktisch umgesetzt werden kann, wurde gestillt und die Aufgaben der Mitarbeiter wurden gelüftet.

Unsere drei offenen Ganztagsschulen erhielten vom Diözesancaritasverband Münster den Zuschlag für ein theaterpädagogisches Projekt zur Förderung kreativer, sozialer und sprachlicher Kompetenzen für benachteiligte Kinder. Anschließend trafen sich die Mitarbeiter an einem Samstag in ihrer Freizeit mit dem Leiter des Theaterpädagogischen Zentrums und planten das Projekt.

Der Schlüssel für die Integration in die Gesellschaft und die dauerhafte Teilhabe aller jungen Menschen an einer zukunftsorientierten Lebensgestaltung liegt in der Möglichkeit umfassender Bildung. Bildung ist dabei weit mehr als das Anhäufen von Wissen, nämlich die Entwicklung zu einer eigenständigen Persönlichkeit. Bildungsarmut, materielle Armut und soziale Deklassion sind oft miteinander verwoben und werden nicht selten „weitergegeben“.

Dem Erwerb und dem Gebrauch der deutschen Sprache kommt dabei eine herausragende Stellung zu. Hohe sprachliche Defizite sind nicht nur bei vielen Kindern mit Migrationshintergrund feststellbar, sondern inzwischen ebenso bei ursprungdeutschen Kindern anzutreffen. Für Familien, die vor allem auf Sozialtransfers angewiesen sind, gibt es oft keine Möglichkeit, ihren Kindern außerschulisch, das heißt auch in den Ferienzeiten freizeitpädagogische Angebote zu finanzieren und damit einen zusätzlichen Kompetenzerwerb zu ermöglichen.

Das Projekt „Lampenfieber“ soll materiell- und bildungsfernen Kindern die Teilnahme an einem Angebot ermöglichen, das die Förderung und Entwicklung von Kreativität und des sozialen Lernens verknüpft mit dem Lernen von (deutscher) Sprache. Es wird wissenschaftlich von der Uni Essen mit den Germanistikwissenschaftlerinnen Frau Professor Roll und Frau Dr. Moraitis und ihren Studenten begleitet.

Text: Irina-Kristin Reichardt

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