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Vera Ketteler

Vera Ketteler,

ambulante, pflegerische und haushaltsnahe Dienste

Gertrud-Bäumer-Str. 5
44534 Lünen
Telefon: 02306 9107-21
E-Mail: ketteler@caritas-luenen.de

 
Lünen, 19. Dezember 2011  

Demenzbetreuung bei den Caritas Sozialstationen für Lünen, Selm und Werne:

„Je öfter ich wiedergekommen bin, desto besser wurde es.“

von links: Frau Döhler, Frau Gurek-Zaganjori und Frau Posala

Seit mittlerweile Anfang 2009 bieten die Caritas Sozialstationen für Lünen, Selm und Werne stundenweise Demenzbetreuung für den häuslichen Bereich an. Dieses Angebot hat sich mittlerweile so gut etabliert, dass bereits 19 geschulte Demenzbetreuungskräfte hierfür arbeiten und ständig neue Mitarbeiter gesucht werden.
Frau Tanja Posala koordiniert das Angebot und ist auch für die regelmäßige Begleitung der Mitarbeiter zuständig.
Einen Einblick in ihre Arbeit gewähren uns Frau Döhler und Frau Gurek-Zaganjori. Beide Mitarbeiterinnen sind von Beginn an dabei und haben viele Erfahrungen in der Demenzbetreuung sammeln können.

Ketteler: Wie sind Sie zur Demenzbetreuung gekommen?
Döhler: Familiäre Erfahrungen brachten mich zur Demenzbetreuung. Meine Eltern waren beide Demenz erkrankt. Wenn man die Not sieht, denkt man daran anderen zu helfen. Ich wollte auch gerne eigene Ideen miteinbringen. Das kann ich hier sehr gut.
Gurek-Zaganjori: Bei mir war es das Interesse an der Arbeit mit älteren Menschen. Ich bin jetzt seit Anfang 2009 Bezugskraft für eine ältere Dame.
Ketteler: Das heißt, sie gehen als Demenzbetreuungskraft immer zu derselben Dame?
Gurek-Zahanjori: Ja, das klappt gut. Jetzt ist schon ein richtiges Vertrauensverhältnis aufgebaut. Das ist auch gut für den Austausch mit den Angehörigen.
Ketteler: Wie läuft denn so eine Demenzbetreuung ab?
Gurek-Zahanjori: Viel Zuhören. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das ganz wichtig ist. So erfährt man auch viel darüber was die Person früher gerne gemacht hat. Wir gehen gerne spazieren, unterhalten uns, gehen gemeinsam Einkaufen, zum Friseur oder auch zum Friedhof.
Döhler: Ich musste zu meiner Patientin erst einmal eine Vertrauensbasis aufbauen. Zu Beginn war sie sehr griesgrämig und ich kam nur schwer an sie heran. Ich musste mich auch jedes Mal wieder neu bei ihr vorstellen Je öfter ich wiedergekommen bin, desto besser wurde es. Die Patientin hat sich vor allem durch die Biografiearbeit geöffnet. Besonders gefreut hat es mich dann, als sie zum ersten Mal mit mir gesprochen hat. Das war ein richtiges Erfolgserlebnis. Heute mag sie es am liebsten, wenn wir zusammen Pudding kochen.

Text/ Foto/ Interview: Frau Vera Ketteler, Caritasverband Lünen e.V.

Bitte melden Sie sich bei Fragen zu unseren Demenzbetreuungsangeboten direkt bei unseren Sozialstationen:
Caritas Sozialstation Lünen Tel.: 0 23 06 – 91 07-20
Caritas Sozialstation Selm-Werne Tel.: 0 25 92 – 98 11 18

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