Den Jahresbericht finden Sie hier.
Das Interview:
„ Ambulante Pflege fuhr zehn Mal um die Erde“
Jahresbericht des Caritas-Verbandes

LÜNEN. Die Vielseitigkeit des Caritasverbandes Lünen-Selm-Werne spiegelt der Jahresbericht 2010-2011 wider. Über den Inhalt
und Besonderheiten sprach RN-Redakteurin Beate Rottgardt mit der stellvertretenden Geschäftsführerin Heike Homann und Bereichsleiter
Rolf Leimann.
Wie kamen Sie auf die eher ungewöhnliche Form des Berichts, in dem Zahlen nicht die Hauptrolle spielen? Leimann: Wir sind
transparent und wollen das auch durch den Jahresbericht nachaußen deutlich machen.
Wir finden die Mischung aus Zahlen und Beispielen aus der Praxis, aus dem Alltag gut. Homann: Wir haben ihn zum zweiten Mal
in dieser Form erarbeitet. Mit wenig Zahlen, eher Beispielen und Beschreibungen, um die Arbeit der verschiedenen Dienste zu
zeigen. Damit der Bericht interessanter ist als nur mit trockenen Zahlen. Und doch kommt man nicht ganz an ihnen vorbei.
Was sind die ungewöhnlichsten Fakten? Homann: Sicher, dass die 220 Kinder in unseren drei Ogatas an der Osterfeld-, Leo- und
Kardinal-von-Galen-Schule in einem Jahr 220 Kilo Nudeln und 1,5 Tonnen Ketchup verspeist haben. Oder auch, dass die ambulanten
Pflegekräfte in Lünen, Selm und Werne über 401 000 Kilometer zurückgelegt haben – umgerechnet also zehn Mal um die Erde gefahren
sind. Interessant ist sicher auch, dass die Erziehungsberatung in den drei Städten 728 Klienten betreut hat. Interessant ist
auch, dass unser Mahlzeitendienst täglich durchschnittlich 120 Mahlzeiten ausliefert. Leimann: Außerdem haben wir zwischen
40 und 50 Kunden die Tiefkühl-Mahlzeiten von uns beziehen.
Wie viele Mitarbeiter hat der Caritasverband? Leimann: Wir haben 500 haupt- und 600 ehrenamtliche Mitarbeiter in den drei
Städten und sind damit sicher einer der größeren Arbeitgeber. Gerade bei den Ehrenamtlichen haben wir auch eine ganz gemischte
Zielgruppe, von Jung bis Alt und bis zu Fachleuten, auch deshalb soll unser Bericht für alle unterhaltsam und informativ sein.
Wie wichtig sind Ihnen die Ehrenamtlichen? Homann: Sehr wichtig. Wir bieten ihnen auch Fortbildungen in der Pfarrcaritas an,
Schulungstage und vor allem ein kollegiales Miteinander. Im vergangenen Sommer haben wir auch etwas für Ehrenamtliche aus
Köln getan. Pfarrer Franz Meurer, der
die Festrede zum 40-Jährigen unseres Verbandes gehalten hat, bat uns, eine Tagestour für 90 seiner Ehrenamtlichen zu organisieren
– durchs Münsterland und Ruhrgebiet. Er bekommt natürlich auch ein Exemplar des Jahresberichts, in dem wir auch über den Besuch
informieren.
Über welche Neuigkeiten berichten Sie? Beispielsweise über die pädagogische Übermittag-Betreuung an der Realschule Altlünen,
die montags, mittwochs und donnerstags stattfindet. Eine Honorarkraft und Kursleiter bieten den Schülern verschiedene Arbeitsgemeinschaften
an. Wir freuen uns auch darüber, dass der Medizinische Dienst der Krankenkassen unsere Alteneinrichtungen und ambulanten Dienste
mit Noten weit über dem Landesdurch-schnitt beurteilt hat. Das Altenzentrum St. Norbert ist inzwischen nach ISO-Norm zertifiziert.
Auflage von 1250 Exemplaren
› Der Jahresbericht 2010/2011 des Caritasverbandes Lünen-Selm-Werne ist in einer Auflage von 1250 Stück erschienen.
› In der vergangenen Woche haben bereits die Teilnehmer der Vertreterversammlung den Bericht erhalten.
› Jetzt liegt er beim Caritasverband, Graf-Adolf-Straße 23, aus sowie in sämtlichen Einrichtungen des Verbandes wie dem Altenzentrum
St. Norbert. Mitarbeiter und Pfarrgemeinden erhalten ebenfalls Exemplare.
› Interessenten können ihn beim Caritas-Verband bestellen oder ihn sich online ansehen. www.caritas-luenen.de
Quelle: Ruhr-Nachrichten
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