Kontakt

Stefanie Gatz

Stefanie Gatz, Soziale Begleitung, Ansprechpartnerin für Vermietung

Gertrud-Bäumer-Straße 1-5
44534 Lünen
Telefon: 02306 50323
Fax: 02306 50323
E-Mail: gatz@caritas-luenen.de

Sprechzeiten:
Montags, mittwochs und freitags von10:00 bis 12:00 Uhr

 
Lünen, 18. August 2011  

„ Herrgott hat geholfen“

Anton Merten feierte munter seinen 100. Geburtstag

Anton Merten (r.) freute sich auch über die Glückwünsche des stellvertretenden Bürgermeisters Michael Haustein, der dem Jubila Blumen und Urkunden überreichte.
NORDLÜNEN. „ Nie hätte ich gedacht, dass ich dieses Alter erlebe. Ich glaube, da hat der Herrgott mitgeholfen.“ Anton Merten hebt sein Glas. Freunde und Familienmitglieder trinken auf das Wohl des Hundertjährigen.
In Brambauer wurde er am 17. August 1911 geboren, als Sohn des Schuhmachermeisters Anton Merten senior. „Das Schuhmacherhandwerk hab ich bei meinen Vater gelernt. So richtig gefallen hat es mir aber nicht“, berichtet der Jubilar schmunzelnd. Im zweiten Weltkrieg war Anton Merten (Foto) Leutnant. Auch in Leningrad war er stationiert. „Ich habe gebetet, dass Gott mich hier rausholen möge.“ Seine Gebete wurden erhört: Vier Wochen später zog man ihn nach Frankreich ab. Dort geriet Anton Merten in Kriegsgefangenschaft. „11 000 Offiziere waren in dem Lager.“ Seine Frau Paula und die beiden Kinder Gisela und Dieter waren währenddessen aus Lünen nach Pommern evakuiert worden. „Ich habe Heimweh nach meiner Familie gehabt“, erinnert er sich. Anton Merten ist ein Mann der Tat: „Mit zwei Kollegen bin ich stiften gegangen. Einer war aus Eving, einer aus Castrop-Rauxel“, erzählt er. Drei Wochen lang habe man sich durch Frankreich geschlagen. Dabei ernährten sich die Flüchtigen von Keksen und Schokolade, die sie zuvor gehortet hatten. Dann war es soweit: „Weihnachten 1945 haben wir uns endlich wieder gesehen.“ Im Jahr 1948 folgte dann noch Töchterchen Christa.
Zurück in Lünen, arbeitete Anton Merten für acht Jahre als Bergmann auf der Zeche Victoria. „Nach dem Krieg hatten wir nichts mehr. Aber mit den Tiefen bin ich fertig geworden. Einfach weil ich musste“, stellt er heute trocken fest. Von 1958 bis 1974 war Anton Merten dann bei den Lüner Stadtwerken beschäftigt. „Alles was ich getan habe, habe ich immer für meine Familie getan“, erzählt er. Mittlerweile bereichern vier Enkel und fünf Urenkel die Familie. „ Es geht mir gut“ Sie alle kamen gestern in die Räumlichkeiten des begleiteten Wohnens der Caritas im Brusenkamp II, wo Anton Merten seit zwei Jahren lebt. Dort gratulierte auch der stellvertretende Bürgermeister Michael Haustein und überreichte Blumen sowie Urkunden der Stadt und des Kreises.
„Ich fühle mich hier sehr wohl, es geht mir gut“, erklärt der Jubilar. Dann scherzt er:  „Die Zweihundert schaffe ich aber bestimmt nicht mehr.“
„ Alles, was ich getan habe, habe ich immer für meine Familie getan.“
Anton Merten

Anton Merten

Quelle: Ruhr-Nachrichten

 

Infos über die Service-Wohnanlage an der Gertrud-Bäumer-Straße in Lünen erhalten Sie hier.

Weitere Infos zum Thema »Aktuelles«