Altenwohnhaus Sankt Josef
Overbergweg 19
59379 Selm
Telefon: 02592 9130-0
Fax: 02592 9130-59
E-Mail: kuhlmann@caritas-luenen.de
Ehrenamtsbörse in Selm

Das Altenwohnhaus Sankt Josef ist Mitinitiator des Projektes Ehrenamtsbörse Selm und das aus gutem Grund: Im Altenwohnhaus
Sankt Josef ist es eine lange und gute Tradition, auf die Mithilfe von Ehrenamtlichen zu bauen und so viele Angebote für unsere
Bewohner realisieren zu können. Vom Mittagstisch über Besuchsdienste bis hin zur Gestaltung von Außenanlagen sind Ehrenamtliche
im Haus tätig.
Allein 100 Ehrenamtliche stellen, zum Teil schon über viele Jahre, ihre freie Zeit in den Dienst des Altenwohnhauses. Dabei
sind nicht nur Rentner und Hausfrauen aktiv, sondern auch Jugendliche aus den unterschiedlichen Verbänden rund um Sankt Josef.
Unterstützungen bei Veranstaltungen im Haus sind ebenso wie die Durchführung von kleinen Bauvorhaben ohne Pfadfinder und Messdiener
im Altenwohnhaus nicht denkbar.
Aktuell wir die Erstellung eines Freiluftauslaufes für Kaninchen im Garten des Altenwohnhauses geplant. Die Versorgung der
Tiere liegt dann in der Verantwortung von Schülern der Pestalozzischule in Selm, die auch, unter Leitung eines Tischlergesellen
und eines Dachdeckerazubi, das neue Heim für die Tiere geschaffen haben. Beide Fachleute stellen ihr Können und Wissen – wie
soll es anders sein- kostenlos und ehrenamtlich zur Verfügung. Da soll noch mal jemand sagen, Die Jungend von heute ist nicht
sozial engagiert. Besonders erwähnenswert ist sicherlich auch der Einsatz unserer Cafedamen, die immer dann den Weg ins Altenwohnhaus
finden wenn andere es sich um die Kaffeetafel daheim gemütlich machen. Sie ermöglichen Bewohnern und Besuchern den sonntäglichen
Kaffeeklatsch in der Cafeteria des Altenwohnhauses.
Wenn am Ende eines langen Lebens die Phase des Sterbens beginnt, dann erhalten die Bewohner im Altenwohnhaus und deren Angehörige
besondere Hilfe durch die Mitglieder des Hospizvereins in Selm. Sie sind unseren Bewohnern, deren Angehörigen und auch den
Mitarbeitern ein wichtige Stütze, wenn es darum geht Menschen auf der letzten Wegstrecke zu begleiten. Das geschieht nicht
nur in der akuten Sterbephase sondern schon viel früher. Es wird zusammen geredet, gebetet oder auch nur beieinander gesessen
und geschwiegen. Jemand ist da, nur für mich, dieses Gefühl begleitet dann den Bewohner und entlastet die Angehörigen und
auch die Mitarbeiter im Altenwohnhaus. Vieles von dem was Leben und Sterben im Altenwohnhaus ausmacht, haben wir von den Mitarbeitern
des Hospizvereins gelernt.
Viele sind noch zu nennen, die im Altenwohnhaus helfen, die Lektorenrunde, die Fahrer für unseren Mittagstisch, die Damen
vom Mittagstisch, die Besuchsdiensten. Insgesamt fast 100 Damen und Herren aus Selm leisten einen wichtigen Beitrag zum Leben
im Altenwohnhaus. Jung und Alt kommen hier zusammen, findet eine Aufgabe, der man sich über lange Zeit widmen kann, aber auch
nur kurzzeitiges, auf bestimmte Projekte befristetes Engagement findet hier statt.
An jedem Tag im Altenwohnhaus wird aufs Neue bewiesen: das Altenwohnhaus ist ein lebendiger Teil der Gemeinde Sankt Ludger.
Die Bewohner sind nicht isoliert, sondern mittendrin. Dafür und für alle kleinen Gesten und Dienste an dieser Stelle auch
im Namen aller Bewohner und Mitarbeiter im Altenwohnhaus sagen wir allen Ehrenamtlichen im Haus: Herzlichen Dank und Vergelt´s
Gott.
Von Ulrich Kuhlmann
