Miteinander gefestigt
Kooperationsvereinbarung mit dem Caritasverband unterzeichnet
LÜNEN.Die Zusammenarbeit zwischen Caritasverband und dem Verein Lüner Hospiz läuft schon seit längerem sehr gut. Seit gestern
gibt es nun auch eine offizielle Koopera-tionsvereinbarung. "Wir sind schon einige Meter zusammen gegangen, beispielsweise
mit Informationen für die Mitarbeiter in der Kurzzeitpflege oder mit einer erfolgreichen Freizeit für trauernde Angehörige",
so Caritas-Geschäftsführer Jörg Klärner.
Nun mache es Sinn, auf Vorstands-ebene ein Signal zu geben, "dass uns die Zusammenarbeit mit dem Verein Lüner Hospiz wichtig
ist." Man wolle Angebote miteinander abstimmen, Mitarbeiter über Angebote des Hospiz informieren. "Uns ist es wichtig, dass
unsere Pflegekräfte wissen, was der Verein ist und was er tut." Das sieht auch Barbara Linnhoff, I. Vorsitzende des Hospiz-Vereins
so. "Wir hatten schon Treffen mit der Leitungsebene des Caritas-Verbandes, haben unsere Arbeit dort vorgestellt." Besonders
freut sie sich, dass in der gerade ange-laufenen Schulung für neue ehrenamtliche Mitarbeiter auch zwei Kräfte aus dem Altenzentrum
St. Norbert dabei sind. "Anfang April werden wir uns auch beim Pflegedienst der Caritas vorstellen. Im Begleiteten Wohnen
waren wir bereits", erklärte Barbara Linnhoff.
Beziehungsarbeit• Und dort gab es viele Fragen an die Hospiz-Mitarbeiter, damit die Bewohner ein klares Bild erhielten, wann sie das Hospiz
anrufen und um Begleitung bitten können. Barbara Linnhoff: "Hospizarbeit bedeutet Beziehungsarbeit und das ist bei der Caritas
genauso." Und mit ausführlichen Informationen soll, so Klärner, auch erreicht werden, dass die Hospiz-Mitarbeiter frühzeitig
gerufen werden. Barbara Linnhoff: "Wir möchten die Wünsche des Sterbenden kennen lernen, wie er sich die letzte Phase des
Lebens vorstellt und wie diese Phase für ihn noch gute Lebens-qualität haben kann." Da die Trauerbegleitung das zweite Standbein
der Hospiz-arbeit ist, wird es auch in diesem Jahr eine Freizeit für Trauernde geben. Und das Kurzzeitpflegeheim St. Elisabeth
stellt Praktikumsplätze für die Teilnehmer des Basiskurses des Vereins zur Verfügung. Klärner: "Vielleicht können wir in Zukunft
auch gemeinsam Schulungen konzipieren, denn es ist wichtig, dass unsere Mitarbeiter die Hospizarbeit kennen." Als psycho-soziale
und auch spirituelle Begleitung.
Quelle: Ruhr-Nachrichten
