
Vera Ketteler, Stabsstelle Altenhilfemanagement
Graf-Adolf-Straße 25
44534 Lünen
Telefon: 02306 9107-21
E-Mail: ketteler@caritas-luenen.de
Qualität sichern und Angehörige informieren
Rüdiger Willms ist Pflegeberater der Caritas

LÜNEN. Die Qualität der häuslichen Pflege sichern, pflegende Angehörige informieren und Möglichkeiten zur Entlastung aufzeigen
– das sind die Aufgaben von Rüdiger Willms. Der ausgebildete und erfahrene Altenpfleger ist als Pflegeberater der Sozialstationen
beim Caritasverband Lünen, Selm, Werne tätig. Das Pflegegesetz sieht vor, dass bei Pflegestufe I und II jedes halbe Jahr und
bei Pflegestufe 3 einmal im Quartal ein Pflegeberatungs-einsatz vor Ort erfolgen muss. „Da besuchen wir mehrere hundert Betroffene
in ihrer häuslichen Umgebung“, erzählt der 43Jährige. Er ruft auch die Familien an und erinnert sie an den Termin. Wird der
nämlich verpasst und nicht innerhalb von vier Wochen nachgeholt, könnte die Zahlung des Pflegegeldes eingestellt werden. Konkrete
Tipps vor Ort Willms kann vor Ort bei den Beratungen auch konkrete Tipps geben. Beispielsweise der älteren Dame, die ihren
Mann pflegt und gerne wissen möchte, wie sie ihn möglichst rückenschonend aus dem Bett und wieder hinein heben kann. „Ich
habe auch reichlich Informationsmaterial in Sachen Hilfsmittel.“ Angefangen hat alles mit den Kursen für pflegende Angehörige,
die seit Mitte der 90er Jahre in Kooperation mit der Knappschaft regelmäßig in Lünen, Selm und Werne angeboten werden. „Es
ist schön, dass ich dort von meinen Erfahrungen etwas vermitteln kann“, erklärt Willms. Angehörige, die den zu Pflegenden
nicht allein lassen wollen oder die erstmals vor der Situation stehen, dass ihr Partner oder ihre Eltern aus dem Krankenhaus
kommen und daheim gepflegt werden müssen, können auch eine häusliche Schulung erhalten. Mit Wissen arbeiten Auf Antrag gibt
die zuständige Pflegekasse in der Regel einen Gutschein aus. Dafür kommt der Pflegeberater ins Haus und man kann sich an zwei
Nachmittagen vor Ort schulen lassen. „Der Angehörige kann dann gleich mit dem neu erworbenen Wissen arbeiten.“
Ein weiteres Thema sind dementielle Erkrankungen. „In solchen Fällen kann
man zuzüglich zur Pflegestufe noch Zuzahlungen beantragen.“ Auch darüber
informiert Willms Betroffene und Angehörige.
Öffentlichkeitsarbeit: Auch die Öffentlichkeitsarbeit ist wichtig. Willms ist bei Veranstaltungen, wo die Caritas mit einem
Stand vertreten ist, gern dabei und informiert über die Möglichkeiten, die die Pflegeberatung bietet.
Beate.Rottgardt@ruhrnachrichten.de
Quelle: Ruhr-Nachrichten
